Bruststraffung Krankenkasse (Kostenübernahme)

Die Krankenkasse übernimmt die Kosten für eine Bruststraffung in der Regel nicht. Wer online bei den großen Krankenversicherungen in ihren Leistungskatalogen nach Begriffen wie „Bruststraffung“, „kosmetische Chirurgie“ oder „plastische Chirurgie“ sucht, wird kein Leistungsangebot finden. Eine Kostenübernahme für bruststraffende, operative Maßnahmen wird – falls überhaupt – nur auf individuellen Antrag und ausschließlich bei medizinischer Indikation gewährleistet. Eine medizinische Indikation liegt beispielsweise nach Brustkrebs vor. Wenn ein operativer Eingriff zur Tumorentfernung die Brust in Mitleidenschaft zieht, dann kann die Krankenkasse einer anschließenden kosmetisch-chirurgischen Maßnahme zustimmen und die Kosten hierfür tragen, wenn dies für den psychischen Heilungsverlauf im Rahmen der Krebsbehandlung förderlich ist. Allerdings gibt es keine Pauschalzusage der Krankenkassen für eine Kostenübernahme in solchen Fällen. Jeder Fall muss individuell beantragt und von der zuständigen Krankenversicherung geprüft werden. Nach intensiver Prüfung kann dann im Einzelfall einer Übernahme für die Behandlungskosten zugestimmt werden. Eine medizinische Indikation könnte auch vorliegen, wenn die Brust auch ohne Krebs dermaßen beschaffen ist, dass sie gesundheitliche Probleme auslöst, beispielsweise orthopädische Beschwerden bei einer viel zu schweren Brust. Doch auch das wird im Einzelfall ganz genau von den Kassen geprüft. Wenn demnach zu erwarten ist, dass der übergroße, schwere Busen einer Frau langfristig irreparable Rückenschäden verursacht, die zu weiteren Kosten für die Krankenkasse führen könnten, dann könnte das Problem mit einer kosmetischen Brustoperation behoben werden. In einem solchen Fall könnte die Krankenversicherung einer Kostenübernahme durchaus zustimmen. In Fällen rein ästhetischer Chirurgie, wie sie bei dem gewöhnlichen Brust straffen vorliegt, übernimmt in der Regel keine Krankenkasse die Behandlungskosten. Es gibt Fälle, in denen Patienten versuchen eine Übernahme der Kosten zu erwirken, indem sie auf ihren psychischen Leidensdruck mit einer nicht operativ gestrafften Brust verweisen, aber nur die allerwenigsten Fälle haben hier Erfolg. Aus diesem Grunde sollten sich Patienten darüber bewusst sein, dass sie die Kosten für eine Mastopexie selbst zu tragen haben. Nicht selten bieten Ärzte und Kliniken hier die Möglichkeit zur Ratenzahlung an, damit eine Finanzierung für eine möglichst große Gruppe von Patienten machbar ist.